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⛵ Mary Celeste

Mary Celeste danach: Mythos gegen Gibraltar-Akte

Was im Verlassen von 1872 offen bleibt und welche Marie-Celeste-Mythen die Bergungsakte bereits widerlegt.

Auf einen Blick
Wertedichte

Dunklere Zellen bedeuten einen hoeheren Wert auf dieser Kennzahl.

Zuletzt geprueft Quellen und CreditsMediennachweisMethodik

Kurze Antworten

Was war die Mary Celeste?

Eine 1861 auf Spencer’s Island, Nova Scotia, gebaute Brigantine, ursprünglich Amazon, später in amerikanischem Besitz. 1872 führte sie denaturierten Alkohol von New York nach Genua unter Kapitän Benjamin Spooner Briggs.

Wann und wo wurde sie verlassen gefunden?

Die Dei Gratia sichtete sie am 4.–5. Dezember 1872 im Atlantik östlich der Azoren. Der letzte Schiefereintrag war der 25. November nahe Santa Maria. Niemand war an Bord. Das Beiboot fehlte.

Wer hätte an Bord sein sollen?

Zehn Menschen: Briggs, seine Frau Sarah, die Tochter Sophia und sieben Mann Besatzung. Keiner wurde gefunden. Eine beglaubigte Landung des Boots wurde nie verzeichnet.

Sahen Ladung und Schiff geplündert aus?

Die meisten der 1.701 Alkoholfässer waren noch da; einige waren leer oder leckend. Persönliche Dinge blieben. Der Rumpf wurde nach Gibraltar gesegelt. Das ist nicht das Bild einer ausgeräumten Prise.

Was entschied das Gericht in Gibraltar?

Das Vice-Admiralty-Gericht sprach 1873 der Dei Gratia eine gekürzte Bergungsprämie zu und fand weder Mord noch Meuterei noch eine bewiesene Ursache des Verlassens. Die Verdächte von Attorney-General Solly-Flood wurden nicht als Urteil übernommen.

Warum heißt das Schiff manchmal Marie Celeste?

Arthur Conan Doyles Geschichte von 1884 verwendete Marie Celeste. Der eingetragene Name war Mary Celeste. Die populäre Erinnerung behält oft Doyles Schreibung.

1872Atlantik, nahe den Azorenunsolved

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1872

Ungelöst ist keine Lizenz, Piraten oder ein warmes Frühstück zu erfinden.

Das Nachspiel ist Historiografie und die Korrektur einer Kurzgeschichte.

Noch offen

Mythos vs Akte

Die Mahlzeit der Crew war noch warm auf dem Tisch.

Die Enterungsaussage beschreibt kein inszeniertes, dampfendes Abendessen. Dieses Detail ist spätere Folklore.

Der Schiffsname war Marie Celeste.

Der eingetragene Name war Mary Celeste. Marie stammt aus Conan Doyles Fiktion von 1884.

Die Männer der Dei Gratia wurden des Mordes schuldig gesprochen.

Solly-Flood verdächtigte sie. Das Gericht zahlte Bergung und verurteilte sie nicht, Briggs’ Gesellschaft geschadet zu haben.

Das Haiti-Wrack 1885 erklärt 1872.

Ein späterer Kapitän und ein späteres Riff sind eine getrennte Versicherungsepisode. Sie platzieren das Boot von 1872 nicht.

Lokale Notizen

Deutschsprachige Schiffahrtspresse

Gibraltar-Kabel und Hamburger wie Wiener Schiffahrtsspalten gaben die erste sachliche Stimme. Feuilleton und spätere Wochenblätter gaben die Stimme, die die meisten Leser noch hören.

Seerecht und Schuldeutsch

Fachtexte halten Briggs, die Alkoholladung und einen amerikanischen Rumpf. Quizdeutsch hängt stärker an Marie als die maritime Lehre.

Dokumentarisches Deutsch

ARD, ZDF, ORF und SRF inszenieren noch ein Geisterschiff. Die brauchbare Korrektur sind Deveaus Notizen und die Prämie von 1873.

Die Mary Celeste bleibt ein ungelöstes Verlassen, dessen deutschsprachiges Nachleben größer und fiktionaler ist als ihre Bergungsakte.

Enzyklopädie öffentlicher Akten. Keine Rechtsberatung. Keine Anleitung. Keine grafischen Details. Kriege gehören in einen anderen Atlas.

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